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F e h l s i c h t i g k e i t e n


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Das kurzsichtige Auge.

Nur die vom Fernpunkt R ausgehenden Strahlen kommen im akkommodationslosen kurzsichtigen Auge in der Netzhautgrube Ng zum Schnitt.

Das kurzsichtige Auge

Die Fehlsichtigkeit, die auf einem zu lang gebauten Auge beruht, ist die Kurzsichtigkeit oder Myopie. Der bildseitige Brennpunkt F' liegt vor der Netzhaut (s. Abbildung).

Das myope Auge ist nicht imstande, achsenparallel eintretende Strahlen in der Netzhautgrube zu vereinigen, denn dieselben kommen ja bereits in dem vor der Netzhaut mitten im Glaskörper liegenden Brennpunkt F' zum Schnitt.

Der Fernpunkt eines kurzsichtigen Auges ist derjenige Punkt der Augenachse, von dem die ins Auge eintretenden divergenten Strahlen herkommen müssen, damit sie durch die Brechkraft des Auges gerade in der Netzhautgrube vereinigt werden können.

Man unterscheidet:

Längenmyopie   -   Brechungsmyopie   -   Längenmyopie+Brechungsmyopie

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Das übersichtige Auge.

Nur die nach dem hinter dem zu kurz gebauten Auge liegenden Fernpunkt konvergierenden Strahlen kommen in der Netzhautgrube zum Schnitt.

Das übersichtige Auge / Hyperopie

Ist das Auge zu kurz gebaut, so liegt im Zustand der Akkommodationsentspannung der bildseitige Brennpunkt F' hinter der Netzhaut (s. Abbildung)

Die achsenparallel eintretenden Strahlen kommen erst in dem hinter der Netzhaut liegenden bildseitigen Brennpunkt F' zum Schnitt. Sie treffen die Netzhaut im Zerstreuungskreis K.

So hat man beim zu kurz gebauten Auge die merkwürdige Tatsache zu verzeichnen, dass es im akkommodationslosen Zustand kein Ding, das vor dem Auge liegt, sei es in unendlicher oder in endlicher Entferung, deutlich wahrnehmen kann.

Der Fernpunkt eines zu kurz gebauten Auges liegt auf der Augenachse hinter dem Auge.

Man unterscheidet:

Längenhyperopie   -   Brechungshyperopie   -   Längenhyperopie+Brechungshyperopie

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Quelle: Die Grundlagen der Augenoptik von Prof. Dr. Hermann Pistor 1948


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Das astigmatische Auge.

Astigmatismus heißt 'Punktlosigkeit'. Ein astigmatisches Auge kann also einen Punkt nicht als Punkt abbilden.

Die Ursache für jede Art von Astigmatismus besteht darin, dass die bilderzeugenden, optischen Flächen des Auges eine von der sphärischen Form abweichende Oberfläche besitzen.

Die bilderzeugenden Flächen des Auges sind:

- Die Hornhautvorderfläche

- Die Linsenvorderfläche

- Die Linsenhinterfläche

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Die Hornhautmembranen

Die Hornhaut besteht aus 5 Schichten = Membranen:

1. Epithel

2. Bowman-Membran

3. Stroma

4. Descemet-Membran

5. Endothel

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Quelle: Arbeitsgrundlagen für Augenoptiker Band III von Wolfgang Schulz


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Das alterssichtige Auge.

Die Alterssichtigkeit (Presbyopie) ist nicht zu den Fehlsichtigkeiten zu rechnen. Die Presbyopie betrifft mit zunehmendem Alter alle Augen, die rechtsichtigen sowohl als auch die fehlsichtigen.

Das alterssichtige rechtsichtige Auge

Zum optischen System des Auges gehört die elastische Augenlinse. Mittels der Augenlinse kann sich das Auge auf deutliches Sehen für verschiedene Entfernungen einstellen.

Die Einstellungsfähigkeit des Auges auf verschiedene Entfernungen nennt man das Akkommodationsvermögen des Auges.

Das rechtsichtige Auge ist akkommodationslos, wenn seine Augenlinse ihre geringste Wölbung und ihre geringste Mittendicke hat. Dann liegt der bildseitige Brennpunkt F' des aus Hornhaut, Kammerwasser und Augenlinse bestehenden optischen Systems des Auges gerade auf der Netzhaut.

Sieht das rechtsichtige Auge in die weite Ferne, so ist seine Netzhaut gerade die Brennebene. In diesem Falle ist das rechtsichtige Auge akkommodationslos. Aber: Das akkommodationslose rechtsichtige Auge ist nicht imstande, nahegelegene Dinge deutlich zu sehen. Will das rechtsichtige Auge nahegelegene Dinge deutliche sehen, so muss es akkommodieren.

Wenn das Auge akkommodiert, so zieht sich der Akkommodationsmuskel (Ziliarkörper) zusammen, die Zonularfasern erschlaffen, und die Augenlinse kann sich infolge ihrer Elastizität stärker wölben und dadurch ihre Brechkraft erhöhen.

Am frühesten macht sich die Alterssichtigkeit beim unkorrigierten übersichtigen Auge störend bemerkbar. Das unkorrigierte übersichtige Auge muss schon beim Sehen in die Ferne akkommodieren, und zwar immer den Betrag der vorliegenden Übersichtigkeit.

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Quelle: Arbeitsgrundlagen für Augenoptiker Band III von Wolfgang Schulz


 

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