S e h h i l f e n   -   I N S T R U M E N T E N K U N D E

Die Sonderlupen


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Die Visolettlupe

Das Besondere der Visolettlupe besteht darin, dass sie eine Kombination von einer Lupe mit einem Kondensor ist. Das heißt:

Die große, gewölbte Linsenfläche hat zwei Funktionen:

1. Sie vollzieht die Vergrößerung.

2. Sie sammelt das Licht von allen Seiten.

 

Die Visolettlupe hat auf Grund ihrer besonderen Konstruktion (h = 1,25 x r ; n = 1,5) die folgenden Eigenschaften:

1. Die Visolettlupe hat keinen freien Arbeitsabstand.

2. Die Visolettlupe hat praktisch keine Verzeichnung. Auch die anderen Abbildungsfehler sind

    außerordentlich gering.

3. Die Visolettlupe hellt ihr Sehfeld selbsttätig auf.

4. Die Visolettlupe hat immer eine Vergrößerung von 1,7 mal. Die Vergrößerung ist völlig

     unabhängig von der Größe der Visolettlupe!

 

   

1. Vergrößerung

= Lupenwirkung

 

2. Sehfeldaufhellung

= Kondensorwirkung

Diese guten Eigenschaften hat die Visolettlupe aber nur dann, wenn sie unmittelbar auf das Objekt gesetzt wird. Deshalb eignet sich die Visolettlupe auch nur zum Betrachten von ebenen Objekten, wie:

- Briefmarken

- kleine Schriften

- Fotografien

- Landkarten

Wegen der hervorragenden Abbildungsgüte wird die Visolettlupe auch sehr gern als Messlupe verwendet. Die Längenskala ist im Abstand von 1/2m geteilt.

Beim Verkauf müssen wir den Kunden unbedingt darauf hinweisen, dass er genau senkrecht von oben in die Visolettlupe hineinschaut!

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Quelle: Arbeitsgrundlagen für Augenoptiker Band III von Wolfgang Schulz


 

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Augenoptik gestern und heute.